Januar 11, 2018

2017

Hier erhaltet ihr einen Überblick über das Festival-Programm 2017. Neben zahlreichen Workshops gab es auch ein besonderes Mentorenprogramm für Berufseinsteiger*innen und ein Schulprogramm für weiterführende Schulen. Zahlreiche HOP-ON-Angebote im Rahmen von DrehMOMENTE des Kooperationspartners filmothek der jugend NRW laden zum Mitmachen ein.

WORKSHOPS:

Stop-Motion-Animation

stopmotion

Eine Einführung in die Stop-Motion-Animation. Mit dieser Technik habt ihr viele Möglichkeiten und eine besondere kreative Freiheit. Denn alles, was ihr unter die Kamera legt, kann zum Leben erweckt werden. Verschiedene Möglichkeiten von Bewegungen werden erforscht, um den Charakteren und Objekten den besten Ausdruck zu verleihen. Während dieses Workshops werdet ihr mit der Software Dragonframe arbeiten, die alle professionellen Studios nutzen. Die Dozenten Stef Beneer und Maarten Styenen kommen aus dem Stall des belgischen Animationstudios KIDSCAM, das für seine Filme und Projekte schon viele internationale Preise erhielt.

 

Camera Acting

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Ekkehard Freye, 1971 in Hannover geboren, studierte in Berlin und Amsterdam Schauspiel.
Er arbeitet seit zwanzig Jahren in Theater, Film und Funk. Sich immer wieder selbst zu hinterfragen, sich mit den verschiedenen Spielformen auseinanderzusetzen und medienübergreifend auszuprobieren sind ihm ein Anliegen. In diesem Workshop hat er die Geheimnisse des Schauspiels vor der Kamera mit den Teilnehmenden ergründet und sie erfahrbar gemacht.

 

Bildermacht und Ohnmacht

Najima El Moussaoui_Foto: Immo Fuchs

Bilder haben eine große Macht darauf, was wir glauben und denken, was wir für wahr und falsch halten. Bilder schaffen in Boulevardzeitungen und Sozialen Medien oder der Werbung Aufmerksamkeit und Emotionen. Sie können aber auch verletzen und allzu sehr vereinfachen und Komplexität auf Klischees reduzieren. Im Workshop haben wir anhand von Beispielen aus Filmen und Sozialen Medien diskutiert, wie Flucht und Einwanderung dargestellt werden, welche Zerrbilder und gesellschaftliche Probleme sich daraus ergeben. Wir haben Wege gefunden, komplexe Themen angemessener in Bildern zu verarbeiten. Najima El Moussaoui ist Fernsehjournalistin und Veranstaltungsmoderatorin. Als Mitglied der Neuen deutschen Medienmachern setzt sie sich für mehr Vielfalt in den Medien ein. Dieser Workshop wurde unterstützt von der Zukunftsakademie NRW.

 

Von der Idee zum Drehbuch

drehbuch

Mit dem Workshop haben Sophie Linnenbaum, Regisseurin und Film- und Theaterautorin und Michael Fetter Nathansky, Regisseur und Drehbuchautor in erster Linie einen Raum geschaffen, in dem ihr die Möglichkeit habt, mit euren Ideen, Drehbüchern oder auch Kurzgeschichten in den Dialog mit uns und den anderen Workshopteilnehmer*innen zu treten. Dieser Rahmen soll euch helfen, eure Stoffe weiterzuentwickeln. Dazu wurde aufgezeigt, wie das Filmemachen an einer Filmschule funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, sich für eine Filmschulbewerbung vorzubereiten.

 

Kein Bild ist Zufall – Inszenierung in (je)der Fotografie

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Alle Bilder, die wir in der Öffentlichkeit sehen können, werden zu einem bestimmten Zweck angefertigt; dazu sind sie da. In diesem Workshop haben wir die Bilder vom "persönlichen" Facebook-Auftritt bis hin zur politischen Wahlkampagne betrachtet  und sie auf ihre Zielsetzung und Wirkungsweise analysiert
Die erlangten Kenntnisse haben wir danach in Übungen angewendet. Der Workshop wurde geleitet von der Kölner Fotografin Petra Warras.

 

Lighten Up! Portrait und Licht

paul schöpfer

Für unsere Portraits haben wir vorgegebene Lichtsituationen außerhalb des Studios gesucht. Dazu haben wir "Available Light" genutzt, Dauerlicht und alltägliches Material z.B. Styroporplatten, Wärmedämmplatten oder Pappe, Schreibtischlampe und Baustrahler, aber auch professionelles Equipment. Währenddessen wurden Fragen besprochen: direktes oder indirektes Licht – was nutze ich? Lichtformer? Was ist das eigentlich? Lichttemperatur?
Wie setze ich kaltes und warmes Licht ein? Der Workshop wurde geleitet vom Kölner Fotografen Paul Schöpfer.

 

Wer, ich?

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Selim: „Das klingt doch überhaupt nicht wie ein echtes Gespräch! So redet doch keiner!“
Anna: „Klar redet man so! Alle reden so.“ Selim: „Nee.“ Anna: „Doch.“ Selim: „Also, ich nicht.“ Anna: „Tja. Ich schon.“
Nun, das Schreiben von Dialogen hat es in sich. Allzu oft ist die Alltagssprache gar nicht so leicht zu reproduzieren –
und klingt dann schnell irgendwie gestellt. Irgendwie: Nicht echt. Und doch: Kaum eine Geschichte, kaum ein Hörspiel kommen ohne sie aus.
In diesem Workshop ging es um das gemeinsame Schreiben von Dialogen. Anschließend haben wir diese mit der eigenen Stimme aufgenommen und Vertont. Auf diese Weise entstanden kurze Hörspiele. Der Workshop wurde geleitet von Roman Kurth und Kulian Gauder.

 

360° / Virtual Reality

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Ein Workshop zum Ausprobieren mit 360°-Kamera und VR-Technik im KiU – FH Dortmund auf der ersten Etage im U. Wie funktioniert die Kamera, wie die Aufnahmen, wie die Bearbeitung am Rechner und wie sehen Ergebnisse aus? Beispiele aus der entsprechenden Arbeit des kiU/FH Dortmund im U wurden im riesigen "FullDome" in der Ausstellung "Womit rechnest Du?" in der 6. Etage des Dortmunder U plastisch vor Augen und rund um den Kopf geführt.
Leitung: Tobias Bieseke, Johannes Wünsch, Jana Stallein

 

Fake 1 Fashion Label

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Dieser zweitägige Workshop brachte gestalterisches, digitales und handwerkliches Arbeiten zusammen. Denn es ging darum, ein eigenes kleines Fashion-Label auf die Beine zu stellen, das sich an bekannten Marken und Labels visuell orientieren kann. Wir untersuchten deren Branding-Strategie, um sie zu persiflieren und neu zu interpretieren. Fake 1!  Ziel war es, ein Logo und ein Visual, z.B. eine Illustration, am Computer zu gestalten, als Siebdruckvorlage zu drucken, auf ein Sieb zu belichten und sie anschließend auf Textilien (T-Shirts, Beutel) zu drucken. Der Workshop wurde geleitet von David Döhrer, Stefan Lüdemann von der Agentur Tapir.

MENTORENPROGRAMM:

Auf dem Festival 2017 wurde erstmal ein Mentorenprogramm ins Leben gerufen, bei dem wichtige DOs und DONTs beim Start in die Selbstständigkeit erläutert wurden. Junge Profis erzählen von ihrem Start in die Medienbranche, beraten bei der beruflichen Orientierung und helfen durch weiterführende Kontakte und geben den Mentees direkte Unterstützung beim Einstieg ins Berufsleben. Durch eigene, aus erster Hand gewonnene Erfahrungen und Einblicke helfen MentorInnen, häufige Fehler zu vermeiden, sowie verbreitete Fehleinschätzungen zum Berufsbild und Berufseinstieg zu klären. Als Gesprächspartner geben MentorInnen ihren Mentees Feedback zu Ideen, Ansichten und persönlichen Potenzialen. Sie sind ehrlich in ihrer Kritik und konstruktiv in ihren Vorschlägen.

Wer sind die Mentor*innen?
Alle MentorInnen arbeiten in und um Dortmund, stammen aus dem Umfeld junger Kreativunternehmen, haben diese mitgegründet oder sind selbständig tätig. Die Erfahrungen beim Berufseinstieg sind noch frisch und liegen nicht weit zurück. Jeder einzelne kann aus erster Hand von authentischen Erfahrungen berichten. Da wir glauben, dass unsere MentorInnen sich am besten selbst vorstellen können, haben wir eine schnelle Vorstellungsrunde in kurzen Videos festgehalten.

Für wen ist dieses Programm das richtige?
Das Mentoren-Programm des U_Campus richtet sich gezielt an junge Menschen, die sich für eine berufliche Zukunft in der Medienbranche interessieren oder den Berufseinstieg schon vollzogen haben, sich aber weiterführende Unterstützung bei wichtigen Fragen wünschen. Die MentorInnen geben Feedback zu organisatorischen sowie gestalterischen Fragen, Teilnehmende sollten jedoch über erste Erfahrungen in ihrer Disziplin verfügen.

 

SCHULPROGRAMM:

Auswahl A: Camera Acting – Schaupielen vor der Kamera
Mit dem Film "Stets bemüht" führten wir in das Thema "Bewerbung" ein. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden Aspekte des Films näher beleuchtet. Die Schülerinnen und Schüler konnten dann im Anschluss an dem Workshop "Camera-Acting" mit dem Dortmunder Schauspieler
Ekkehard Freye teilnehmen und sich einmal selbst mit einer Bewerbungssituation spielerisch und unter Anleitung des Schauspielers auseinandersetzen.

Auswahl B: Stopmotion Animation
Mit dem Film "Vom Untergang des Schlaraffenlandes" wurden die Teilnehmenden auf die Stopmotion-Animationstechnik
eingestimmt. In anschließender Diskussionsrunde konnten einzelne Passagen auf ihre technische Umsetzung hin erforscht werden.
Im Workshop konnten eigene Legetrickfilme produziert werden. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler von Dozentinnen und Dozenten der UZWEI angeleitet.

Auswahl C: Der Einstieg ins Filmemachen
Wie mache ich meinen ersten Film? Am Beispiel des Erstlingswerks „Extra Integration“ zeigten Regie und Cutter des Films und Dozierende von YOUNG DOGS, wie einfach Filme machen sein kann.

 

FEEDBACK:
Ein zentrales Angebot war und ist das Feedback. Alle, die Filme oder Fotografien eingereicht haben, erhielten auf Wunsch ein Feedback zu ihrer Arbeit. Feedback für Filme gaben Bettina Braun und Anna Schwingenschuh, für Fotografien Petra Warras.

DREHMOMENTE:
Kooperationspartner des Festivals ist die filmothek der jugend NRW. Das Portal "Drehmomente" lädt zum Wettbewerb ein. Alle Kinder und Jugendliche aus NRW bis 25 Jahre können am Wettbewerb inn entsprechenden Alterskategorien teilnehmen. Die Preisverleihungen finden dann während des Festivals statt. Zahlreiche HOP-On-Angebote wie eine Greenscreen-Aktion oder eine Button-Maschine stehen für die Besucher*innen zur Verfügung.

BRUNCH:

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Bei gemütlichem Brunch auf der UZWEI konnten sich die Teilnehmenden treffen und austauschen.